Eigene Top-Level-Domain: Bewerbungsrunde für neue gTLDs 2026
Sie sind aus unser aller Leben mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Wir nutzen sie täglich beim Shoppen, beim Suchen nach Informationen, in der Freizeit und im Beruf. Domains. Aber was sind Domains eigentlich und wie funktionieren sie? Und wie können Sie von den neuen gTLDs 2026 profitieren?
Wie Internet-Adressen funktionieren
Stellen Sie sich das Internet wie eine riesige Stadt vor. Damit Sie eine Website in dieser Stadt besuchen können, brauchen Sie ihre Adresse – genau so wie bei einem Haus in der echten Welt. Das Problem ist jedoch, dass Computer nur Zahlen verstehen. Damit wir Menschen uns nicht Adressen wie bspw. 34.110.152.241 merken müssen, gibt es Domains. Sie erlauben es uns, anstelle der IP-Adresse 34.110.152.241 den leicht merkbaren Begriff tagesschau.de in die Browseradresszeile eingeben zu können.
Was ist eine Domain?
Eine Domain ist wie ein Schild an der Tür eines Hauses im Internet. Sie übersetzt die kryptische Zahlenadresse in etwas Lesbares. Wenn Sie bspw. wikipedia.org eingeben, wird Ihr Browser, ohne dass Sie es merken, in einer bestimmten Reihenfolge bei den die richtigen Informationen bereithaltenden Stellen bzw. Servern anfragen, um am Ende zu wissen, welche IP-Adresse zu wikipedia.org gehört – und schon landen Sie auf der richtigen Seite und bekommen die richtigen Inhalte angezeigt.
Die Top-Level-Domain (TLD)
Jede Domain hat eine Art „Nachnamen“ – die sogenannte Top-Level-Domain (TLD). Das ist der Teil nach dem letzten Punkt in einer Domain, beispielsweise
• das für Deutschland stehende .de in tagesschau.de,
• das für „Commercial“ stehende .com in amazon.com oder
• das für „Organisation“ stehende .org in wikipedia.org.
Nachdem das frühe Internet im Jahr 1984 mit nur einer TLD, und zwar .arpa, gestartet war, kamen 1985 die ersten sogenannten generischen TLD (kurz gTLD) dazu: .com, .org, .edu (für education), .gov (für government), .mil (für military) und .net (für network).
Im Jahr 1985 ging mit .us zudem die erste für ein Land stehende, sogenannte Country Code TLD (kurz ccTLD) an den Start. Deutschland folgte, zusammen mit Australien, den Niederlanden, Japan, Frankreich, Schweden, Südkorea und Finnland schon im Jahr 1986.
Die für ein Land oder ein bestimmtes Territorium stehende ccTLD entspricht immer dem im Standard ISO 3166-1 alpha genannten, aus zwei Buchstaben bestehenden Ländercode für das jeweilige Land bzw. Territorium.
Neue gTLD
Im Zuge der Entwicklung des Internets zeigte sich, dass der Bedarf nach generischen TLD mit den wenigen, ursprünglich vorhandenen gTLD nicht gedeckt werden konnte. Daher kam es Anfang der 2000er zunächst in kleinen Schritten zur Erweiterung um die gTLDs .aero, .biz, .coop, .info, .museum, .name und .pro.
Im Jahr 2008 wurde durch die für die Organisation des Internet zuständige ICANN eine Lockerung der Regeln für neue Domains beschlossen und die Schaffung eines geregelten Verfahrens zur Schaffung neuer TLD in Angriff genommen. Nachdem im Jahr 2011 diese Regeln verabschiedet waren, kam es ab 2013 nach und nach zur Freischaltung hunderter neuer TLDs, darunter bspw. .berlin und .koeln.
Neue gTLDs 2026 – neue Bewerbungsrunde
Im Jahr 2026 steht eine weitere Runde zur Erweiterung des Namensraums an. Voraussichtlich ab dem zweiten Quartal können alle Interessierten sich um den Betrieb einer neuen gTLD bewerben. Die Kosten der Bearbeitung einer Bewerbung werden voraussichtlich mehr als 227.000 USD betragen. Die laufenden Kosten des Betriebs der gTLD dürften – je nach Anklang und der daraus resultierenden Anzahl der Registrierungen – im Jahr nicht unter 50.000 EUR betragen.
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• mit wem Sie welche Verträge dafür schließen müssen,
• welchen Inhalt diese Verträge haben müssen,
• welche sonstigen administrativen Pflichten Sie zu erfüllen haben,
• wie Sie Ihre datenschutz– und cybersicherheitsrechtlichen Pflichten erfüllen.
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